
Überblick
Erfolgreiches Marketing schafft Orientierung, stärkt Marken und unterstützt die langfristige Entwicklung eines Unternehmens. Gleichzeitig hat die Digitalisierung die Öffentlichkeitsarbeit grundlegend verändert: Neue Kanäle, kürzere Reaktionszeiten und unterschiedliche Zielgruppen erfordern eine präzise und flexibel abgestimmte Kommunikation.
Von der Entwicklung tragfähiger Marketingstrategien bis zur professionellen Ansprache von Medien vermitteln die Seminare fundiertes Wissen für die praktische Anwendung. Teilnehmende lernen, geeignete Instrumente auszuwählen, Kommunikationsmaßnahmen wirksam umzusetzen und ihre Marketing- und PR-Aktivitäten gezielt zu professionalisieren.
Weiterbildungen im Bereich Marketing und PR
Was ist Marketing?
Wenn wir von Marketing sprechen, meinen wir alle absatzorientierten Maßnahmen, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Das Geschäft jedes Unternehmens dreht sich um ein Produkt oder um eine Dienstleistung. Das Ziel des Marketings ist es, über Werbung dieses Produkt zu vermarkten.
Im Fokus aller Marketing-Aktivitäten stehen Kund:innen. Jeder einzelne Marketingzweig stellt sich im Herzen die Frage, wie das Unternehmen bekannter werden kann. Wer das erreichen möchte, muss sich in die Köpfe seiner Kunden hineinversetzen. Deshalb lebt das Marketing von stetigen Innovationen, die Zielgruppen näher bestimmen und überzeugender ansprechen sollen.
Welche Marketingbereiche gibt es?
Das Marketing hat mittlerweile eine lange Geschichte hinter sich. Eine Vielzahl von Marketingbereichen, wie PR, Produktmanagement, Online-Marketing etc., kann unterschieden werden. Im Folgenden sind einige typische Marketingbereiche dargestellt. Das Marketing ist heute so komplex, dass diese Liste sehr viel weiter geführt und untergliedert werden könnte. Eine besondere Rolle spielen jedoch die Public Relations und das Online-Marketing:

Was macht PR so besonders?
Public Relations (PR) oder Öffentlichkeitsarbeit ist ein besonderer Teilbereich des Marketings, der die Reputation des Unternehmens verbessert. Pressearbeit schafft ein positives und glaubwürdiges Image eines Unternehmens. Die Kommunikation mit Journalisten und Medien hat bei PR-Aktivitäten eine besondere Stellung. Daneben gibt es viele weitere Zielgruppen der PR:
- Journalisten / Medien
- Kund:innen
- Mitarbeitende
- Öffentlichkeit
- Konkurrenz
- Politik
- Investor:innen
- Geschäftspartner:innen
Warum sind Medien so wichtig für die PR? Unternehmen können durch gute PR-Arbeit Medien dazu bewegen, indirekt Werbung für sie zu machen. Marketing-Fachleuten steht mit PR ein zusätzlicher Kanal zur Verfügung, mit Kund:innen zu kommunizieren, ohne sie selbst anzusprechen. Nebenbei sparen sie sich eine bezahlte Werbeanzeige. PR trägt also eine Sonderstellung in der Welt des Marketings, kann jedoch in jedem Fall in einem Atemzuge mit dem Marketing genannt werden.
Gehören Marketing und PR zusammen?
Ob Marketing und PR eigenständige Tätigkeitsfelder darstellen oder zusammengehören, ist ein heiß diskutiertes Thema. Es gibt Verfechter, die darauf bestehen, dass es in der PR-Arbeit weder um Werbung noch um Zielgruppengewinnung geht. Schaut man sich das Angebot manch einer Marketing-Agentur und PR-Agentur an, wird man jedoch viele Überschneidungen finden:
Gemeinsamkeiten zwischen Marketing und PR
- Verkaufsförderung als Ziel: Im Marketing schalten wir direkte Werbung, die als solche erkenntlich ist. In der Pressearbeit dagegen, veröffentlichen wir Pressemitteilungen, die den werbenden Charakter möglichst gering halten. Wir verbreiten Neuigkeiten, die unser Unternehmen in einem positiven Licht erscheinen lassen. Das Ziel hinter PR-Aktivitäten ist jedoch – genau wie im Marketing – der unternehmerische Erfolg. Wir schaffen ein positives emotionales Umfeld um unser Unternehmen, um langfristig Kund:innen zum Kauf anzuregen.
- Zielgruppenorientierung als Ansatz: Marketing und PR sind zielgruppen- oder kundenorientierte Ansätze. Bei beiden stellen wir uns die Frage: Wen möchte ich mit meiner Marketing- oder PR-Maßnahme erreichen? Wie kann ich die Person am besten überzeugen? Es gehört zum Alltag beider Bereiche, sich in die Köpfe anderer Menschen hineinzuversetzen. Das ist in vielen anderen Unternehmenszweigen nicht der Fall.
- Kommunikation als Weg: Der Weg ins Ziel für Marketing und PR ist gleichermaßen die Kommunikation. Es geht darum, Botschaften zu verschicken, mit denen sich andere Menschen identifizieren. Dazu hantieren wir mit Worten und Bildern, die unsere Zielgruppen für uns gewinnen. Gute Mitarbeitende in Marketing und PR sind Kommunikationsexpert:innen. Unsere Gesellschaft lebt von Sprache und Informationsaustausch. Genau deshalb ist es besonders wichtig sich in Marketing- und PR-Maßnahmen hineinzuversetzen. Das ist in vielen anderen Unternehmenszweigen nicht der Fall.
- Digitalisierung als Schicksal: Die enge Gebundenheit an technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung zeigt, wie sehr Marketing und PR verbunden sind. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist schon lange ein Thema, das nicht nur die Marketing-, sondern auch die PR-Abteilung interessiert. In der Öffentlichkeitsarbeit reicht es nicht mehr aus, klassische Presseverteiler zu pflegen, sondern Pressemitteilungen müssen ebenso als Online-Texte ins Web gestreut werden. PR ist also auch immer schon Online-Marketing.
Unterschiede zwischen Marketing und PR
In der Praxis sind die Anforderungen an einen Blog (Marketing) ganz andere als an eine Pressemitteilung (PR). Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Textsorten, die für andere Zielgruppen konzipiert werden. Das liegt mitunter daran, dass wir in der PR weniger mit dem Kunden im direkten Kontakt stehen. Auch ist die PR sehr viel langfristiger ausgelegt als das Marketing, das auf kurzfristigen Erfolg aus ist - wobei auch hier das Content Marketing wieder das Gegenteil beweist.
Letzten Endes klärt sich die Frage, ob beide Unternehmensbereiche zusammengehören, durch den Bedarf im Betrieb. Kleine und mittelständische Unternehmen werden einen oder zwei Mitarbeiter für ihre Marketingaktivitäten verantworten. Größere Unternehmen können und müssen sich eine Marketingabteilung und eine separate PR-Abteilung leisten. Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten und Unterschiede, macht es Sinn, von „Marketing und PR“ zu sprechen. Marketing und PR gehören zusammen, haben aber ihre eigene Daseinsberechtigung.
Der Marketing-Mix: Klassisches vs. modernes Marketing

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen durch das Internet haben dazu geführt, dass das Marketing sich weiterentwickelt hat. Heute können wir zwei Kategorien im Marketing differenzieren:
1. Klassisches Marketing (Outbound-Marketing)
Im klassischen Marketing finden traditionelle Medien Anwendung, die ausgehend („outbound“) sind. Dazu gehören z. B. Fernseh- und Radiowerbung, Plakate und Banner, Printwerbung oder das Telefonmarketing. Die Kommunikation funktioniert hier wie bei einem Megafon in eine Richtung. Ein Unternehmen wirbt im direkten Kontakt mit dem Kunden für sein Produkt. Die Metapher des Megafons passt vor allem, weil diese Form des Marketings auch als „disruptiv“ bezeichnet wird. Wie ein lautes Megafon, wird das klassische Marketing als „Störer“ empfunden. Das ist nicht nur negativ gemeint, da Werbung im Outbound-Stil in der Tat mehr auffällt.
2. Modernes Marketing (Inbound-Marketing)
Das ankommende („inbound“) Marketing ist erst im Zuge der Digitalisierung entstanden. Die Besonderheit von Suchmaschinen und Social Media ist es, dass die Kommunikation in zwei Richtungen oder als Interaktion stattfindet. Wenn wir einen Beitrag auf Facebook posten, können unsere Follower uns sofort ein Feedback geben. Damit haben sich die Spielregeln für das Marketing verändert. Das Online-Marketing arbeitet immer mehr mit Content, der echten Mehrwert schafft. In diesem Sinne wird auch von Content Marketing gesprochen. Es werden Inhalte z. B. in Form von Blogs ins Web gestreut, die Suchanfragen von Kunden antizipieren und überzeugend beantworten. Da die Kund:innen so selbst zu uns finden, kann man das Inbound-Marketing mit einem Magneten vergleichen. Anstatt Werbung übers „Megafon“ zu verbreiten, locken wir im Inbound-Marketing Kunden durch gute Inhalte an.
3. Was ist besser? Der richtige Marketing-Mix
Viele Unternehmen sind heute mit den Möglichkeiten des Marketings überfordert. Die einen schwören auf den bewährten Erfolg klassischer Werbung, während andere vollkommen in der Digitalisierung aufgehen und konventionelle Werbung vernachlässigen. Die Sieger sind jedoch diejenigen Unternehmen, die beide Strömungen in ihr Marketingkonzept einarbeiten. Der richtige Marketing-Mix muss für jedes Unternehmen individuell gefunden werden. Das kann von der Branche, dem Produkt oder den zur Verfügung stehenden Ressourcen abhängen. Wichtig ist, dass man die Potenziale des Outbound- und Inbound-Marketings erkennt, freisetzt und erfolgreich kombiniert.