„Großer Erfahrungshintergrund der Trainerin. Individuelles Training wurde "spontan" möglich gemacht. Tolle Kundenbetreuung! Danke!"
Praxisbericht aus Schulungsprojekt

Verständliche Kommunikation ist ein zentraler Baustein für Inklusion und eine wachsende Anforderung an Unternehmen und öffentliche Stellen. Leichte Sprache ist dabei ein etabliertes Konzept zur Umsetzung von barrierefreier Kommunikation. Sie erleichtert es vielen Menschen, Informationen zu verstehen und selbstbestimmter zu handeln, und verbessert die Nutzerfreundlichkeit für alle Lesenden.
In unserem Seminar lernen Sie die theoretischen Grundlagen und das offizielle Regelwerk der Leichten Sprache kennen. Sie trainieren die praktische Umsetzung anhand von konkreten Beispielen aus Ihrem Arbeitsalltag. Zudem erhalten Sie Anleitungen zur Gestaltung barrierefreier Webseiten und Printmedien und erfahren, wie Sie Texte professionell mit der Zielgruppe prüfen.
Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen
Schritt für Schritt ans Ziel
Fachkräfte aus Behörden, Redaktionen, Marketing und sozialen Einrichtungen, die ihre Kommunikation barrierefrei und für eine breite Zielgruppe verständlich gestalten möchten.
Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.
Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.
Stornieren oder verschieben Sie Ihren Termin bis zu 30 Tage vor Beginn jederzeit kostenfrei online.
Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.
Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.
Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.
Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.
Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.
Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.
Unser Portfolio reicht von offenen Seminaren, individuellen Firmenseminaren, Business-Coaching bis hin zu Fernlehrgängen. Wir richten uns an Personalverantwortliche, Entscheider:innen sowie alle, die sich gezielt weiterentwickeln möchten, mit Anspruch auf geprüfte Qualität und didaktische Exzellenz.
Hinter jedem Seminar stehen Menschen: Unser Netzwerk aus über 1.000 erfahrenen Trainer:innen und Coach:innen bringt nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch echte Praxiserfahrung mit. Mit Leidenschaft und didaktischem Know-how sorgen sie dafür, dass aus Wissen echtes Können wird, und dass jede:r Teilnehmer:in genau die Impulse mitnimmt, die im Berufsalltag den Unterschied machen.
Was uns antreibt? Wertschätzung, Qualität und Spaß am Lernen, daran messen wir jedes Seminar, jede:n Trainer:in und jedes Feedback.
Mehr über ifmera academy erfahren
Leichte Sprache ist eine besonders einfach verständliche Ausdrucksweise, die Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen das Verstehen von Texten erleichtert. Sie folgt einem festen Regelwerk, um Informationen barrierefrei zu machen. Ziel ist es, allen Menschen eine selbstbestimmte Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation zu ermöglichen, indem sprachliche Hürden abgebaut werden.
Leichte Sprache folgt einem sehr strengen Regelwerk und richtet sich primär an Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Einfache Sprache ist näher an der Alltagssprache, hat weniger strenge Regeln und zielt auf eine breitere Zielgruppe ab, zum Beispiel Personen mit geringer Lesekompetenz. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass Texte in Leichter Sprache zwingend von der Zielgruppe geprüft werden müssen.
Leichte Sprache ist vor allem für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder kognitiven Beeinträchtigungen gedacht, die sie auch ursprünglich gefordert haben. Davon profitieren aber auch viele andere Personengruppen. Dazu gehören zum Beispiel Menschen, die gerade Deutsch lernen, ältere Menschen mit nachlassenden kognitiven Fähigkeiten, funktionale Analphabet:innen oder auch Personen mit Aphasie oder Demenz.
Leichte Sprache ist ein zentraler Baustein für kommunikative Barrierefreiheit, da sie Informationen für alle zugänglich macht. Sie ermöglicht Menschen, die komplexe Texte nicht verstehen, informierte Entscheidungen zu treffen und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Damit wird Ausgrenzung verhindert und Inklusion gefördert, was ein grundlegendes Recht ist.
Für Sätze in Leichter Sprache gilt die Regel: ein Gedanke pro Satz. Die Sätze müssen kurz sein, idealerweise mit einer durchschnittlichen Länge von 8 bis 10 Wörtern. Zudem soll ein einfacher Satzbau (Subjekt-Prädikat-Objekt) verwendet und auf Nebensätze, den Genitiv sowie den Konjunktiv verzichtet werden. Jeder Satz sollte außerdem in einer neuen Zeile stehen.
Schwierige Wörter wie Fachbegriffe oder Fremdwörter müssen in Leichter Sprache immer erklärt werden. Die Erklärung erfolgt direkt im Text, oft in einem eigenen Satz oder in Klammern. Dabei werden einfache, bekannte Wörter und anschauliche Beispiele oder Vergleiche genutzt, um die Bedeutung verständlich zu machen. Lange, zusammengesetzte Wörter werden zur besseren Lesbarkeit mit einem Bindestrich getrennt.
Texte in Leichter Sprache müssen zwingend von Personen aus der Zielgruppe auf ihre Verständlichkeit geprüft werden. Diese Prüfer:innen, oft Menschen mit Lernschwierigkeiten, sind die eigentlichen Expert:innen und geben Rückmeldung, ob der Text und die Bilder wirklich einfach zu verstehen sind. Ohne diese Prüfung durch eine Prüfgruppe gilt ein Text nicht als Leichte Sprache.
In Deutschland fordern mehrere Gesetze barrierefreie Kommunikation von öffentlichen Stellen. Die wichtigsten sind das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0). Diese setzen die EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Websites und mobilen Anwendungen um und verpflichten Bundesbehörden, Informationen in Leichter Sprache und Gebärdensprache bereitzustellen.
Das Layout für Leichte Sprache muss übersichtlich und klar strukturiert sein. Wichtig sind eine große, serifenlose Schriftart (mindestens 14 Punkt), ein großzügiger Zeilenabstand und die linksbündige Ausrichtung des Textes. Bilder sind ein fester Bestandteil und sollen den Inhalt des Textes unterstützen und veranschaulichen. Sie müssen eindeutig und leicht verständlich sein.
Künstliche Intelligenz (KI) kann als Werkzeug bei der Übersetzung in Leichte Sprache unterstützen, indem sie erste Textentwürfe schnell generiert. Aktuelle KI-Systeme können die komplexen Anforderungen und die notwendige Prüfung durch die Zielgruppe jedoch nicht ersetzen. Menschliche Expertise und eine sorgfältige Nachbearbeitung sind weiterhin entscheidend, um inhaltlich korrekte und wirklich verständliche Texte zu gewährleisten.
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