Drei lächelnde Personen, zwei Frauen und ein Mann, stehen hinter einem Schreibtisch mit Laptop, Gesetzestexten und Justitia-Waage.

Öffentliches Recht für Unternehmen: Grundlagen, Verfahren und Praxis

Compact
€ 1.260,00
2 Tage | 9:00 – 16:00 Uhr
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Überblick & Relevanz

Unternehmen sind täglich mit öffentlich-rechtlichen Vorschriften und den zuständigen Behörden konfrontiert. Für viele Fach- und Führungskräfte ist ein grundlegendes Verständnis dieser Regelungen wichtig, um behördliche Verfahren besser einordnen und fundierte Entscheidungen treffen zu können.

In diesem Seminar erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichen Grundlagen des Öffentlichen Rechts. Sie lernen die Unterschiede zwischen Öffentlichem Recht und Privatrecht sowie zwischen Bundes- und Landesrecht kennen und setzen sich mit dem Ablauf von Verwaltungsverfahren auseinander. Anhand ausgewählter Beispiele gewinnen Sie ein Verständnis für die wichtigsten Regelungen und deren Bedeutung für die Unternehmenspraxis.

Nutzen

Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen

  • Rechtliche Grundlagen verstehen
    Sie überblicken die Systematik des Öffentlichen Rechts und grenzen es sicher vom Privatrecht ab.
  • Verwaltungsverfahren verstehen
    Sie kennen den Ablauf von Verwaltungsverfahren und die Bedeutung zentraler Handlungsformen wie des Verwaltungsakts.
  • Rechte wirksam wahren
    Sie kennen die Grundlagen von Widerspruchs- und Klageverfahren sowie deren Bedeutung für Unternehmen.
  • Risiken minimieren
    Sie identifizieren relevante Vorschriften aus dem Wirtschaftsverwaltungsrecht und vermeiden typische Fallstricke im Kontakt mit Behörden.

Seminarinhalt

Schritt für Schritt ans Ziel

  • Grundlagen und Systematik des Öffentlichen Rechts
    • Abgrenzung zum Privatrecht und typische Mischformen
    • Systematik: Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Bundes- und Landesrecht
  • Der Gang des Verwaltungsverfahrens – ein Überblick
  • Der Verwaltungsakt als zentrale Handlungsform der Verwaltung
    • Arten, Inhalte und Form von Verwaltungsakten (z.B. Bescheide, Allgemeinverfügungen)
    • Begünstigende und belastende Verwaltungsakte
  • Das Widerspruchsverfahren
    • Notwendigkeit, Form und Frist
    • Entscheidungsmöglichkeiten der Behörde
  • Das Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht
    • Zuständiges Gericht und Klagearten im Überblick
    • Die wichtigsten Klagen: Anfechtungs-, Verpflichtungs- und Feststellungsklage
  • Rechtsmittel gegen gerichtliche Entscheidungen (Berufung, Revision)
  • Überblick über relevante Bereiche des öffentlichen Wirtschaftsrechts
    • Schnittstellen zum Ordnungswidrigkeiten- und Strafrecht
    • Baurecht
    • Öffentliches Abgabenrecht (Steuern, Gebühren, Beiträge)
    • Sozialrecht
    • Gewerbe- und Handwerksrecht
    • Umweltrecht
    • Datenschutzrecht (DSGVO)
  • Aktuelle Entwicklungen und Praxisfragen
    • Digitalisierung von Verwaltungsverfahren und elektronischer Verwaltungsakt
    • Kommunikation mit Behörden und digitale Antragsverfahren
    • Die Verfassungsbeschwerde als außerordentlicher Rechtsbehelf
    • Aktuelle Entwicklungen im öffentlichen Recht und deren Bedeutung für Unternehmen
Prämierte Qualität
Erstklassige Bewertungen und mehrfache Auszeichnungen
Individueller Fokus
Maximal 8 Teilnehmende für Ihren persönlichen Lernerfolg
30 Jahre Erfahrung
Bewährte Expertise seit 1993, mit Trends und Tools von heute.

Zielgruppe

Fach- und Führungskräfte, Projektleitende, Assistenzkräfte sowie Mitarbeitende aus Rechts-, Personal- und Compliance-Abteilungen, die einen fundierten Überblick über das öffentliche Recht für ihre tägliche Arbeit benötigen.

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Öffentliches Recht für Unternehmen: Grundlagen, Verfahren und Praxis

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Kalt- & Heißgetränke sowie Mittagessen bei Präsenzseminaren

Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.

Individuelle Inhouse-Schulung

Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.

  • Exklusiv für Ihr Team, alle Mitarbeitenden auf demselben Wissensstand
  • Inhalte gezielt auf Ihre Branche und Zielsetzungen zugeschnitten
  • Vor Ort oder live online, Reisekosten und Reisezeit sparen
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Über ifmera academy

Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.

Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.

Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.

Unser Portfolio reicht von offenen Seminaren, individuellen Firmen­seminaren, Business-Coaching bis hin zu Fernlehrgängen. Wir richten uns an Personalverantwortliche, Entscheider:innen sowie alle, die sich gezielt weiterentwickeln möchten, mit Anspruch auf geprüfte Qualität und didaktische Exzellenz.

Hinter jedem Seminar stehen Menschen: Unser Netzwerk aus über 1.000 erfahrenen Trainer:innen und Coach:innen bringt nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch echte Praxiserfahrung mit. Mit Leidenschaft und didaktischem Know-how sorgen sie dafür, dass aus Wissen echtes Können wird, und dass jede:r Teilnehmer:in genau die Impulse mitnimmt, die im Berufsalltag den Unterschied machen.

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FAQ / Häufige Fragen zum Thema

Was ist der Unterschied zwischen öffentlichem Recht und Privatrecht?

Das öffentliche Recht regelt die Rechtsbeziehung zwischen dem Staat und den Bürger:innen, während das Privatrecht die Beziehungen von Privatpersonen oder Unternehmen untereinander ordnet. Im öffentlichen Recht herrscht ein Über- und Unterordnungsverhältnis (Staat zu Bürger:in), im Privatrecht hingegen ein Gleichordnungsverhältnis. Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie bestimmt, welche Gerichte zuständig sind und welche Handlungsformen gelten.

Was ist ein Verwaltungsakt und welche Beispiele gibt es dafür?

Ein Verwaltungsakt ist eine behördliche Maßnahme, die einen Einzelfall verbindlich regelt und auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts ergeht. Er ist die häufigste Handlungsform der Verwaltung und kann Rechte oder Pflichten für eine Person oder ein Unternehmen begründen. Typische Beispiele sind der Steuerbescheid, die Baugenehmigung, ein Gebührenbescheid oder auch die Ablehnung eines Antrags durch eine Behörde.

Wie läuft ein Verwaltungsverfahren bei einer Behörde ab?

Ein Verwaltungsverfahren beginnt meist durch einen Antrag oder von Amts wegen und wird durch das Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) geregelt. Die Behörde ermittelt den Sachverhalt, hört die Beteiligten an und trifft dann eine Entscheidung, die sie als Verwaltungsakt (z. B. Bescheid) bekannt gibt. Dieses strukturierte Vorgehen soll Transparenz, Fairness und die Einhaltung rechtlicher Grundsätze sicherstellen.

Wie kann man gegen einen Bescheid von einer Behörde vorgehen?

Gegen einen belastenden Bescheid kann in der Regel innerhalb eines Monats Widerspruch bei der erlassenden Behörde eingelegt werden. Dieses Widerspruchsverfahren dient der nochmaligen Überprüfung der Entscheidung, bevor ein Gericht eingeschaltet wird. Führt der Widerspruch nicht zum Erfolg, kann anschließend Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht erhoben werden. Die genauen Möglichkeiten stehen in der Rechtsbehelfsbelehrung des Bescheids.

Welche Klagearten gibt es vor dem Verwaltungsgericht?

Die wichtigsten Klagearten sind die Anfechtungs-, Verpflichtungs- und die allgemeine Leistungsklage. Mit der Anfechtungsklage wird die Aufhebung eines belastenden Verwaltungsakts (z. B. Gebührenbescheid) beantragt. Die Verpflichtungsklage zielt darauf ab, die Behörde zum Erlass eines abgelehnten, aber begünstigenden Verwaltungsakts (z. B. Baugenehmigung) zu zwingen. Daneben gibt es noch Feststellungsklagen zur Klärung eines Rechtsverhältnisses.

Wann braucht ein Unternehmen eine gewerberechtliche Erlaubnis?

Eine gewerberechtliche Erlaubnis ist für bestimmte, als risikoreich oder besonders schutzbedürftig eingestufte Tätigkeiten erforderlich. Die Gewerbeordnung (GewO) listet diese auf, dazu gehören beispielsweise das Betreiben von Gaststätten mit Alkoholausschank, das Bewachungsgewerbe oder die Tätigkeit als Immobilienmakler:in oder Bauträger:in. Für diese Gewerbe müssen Antragstellende neben der allgemeinen Gewerbeanmeldung besondere persönliche und sachliche Voraussetzungen nachweisen.

Welche öffentlichen Abgaben müssen Unternehmen zahlen?

Unternehmen müssen verschiedene öffentliche Abgaben leisten, die der Finanzierung staatlicher Aufgaben dienen. Dazu gehören vor allem Steuern wie die Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer (bei Kapitalgesellschaften) oder Einkommensteuer (bei Personengesellschaften und Einzelunternehmen) sowie die Umsatzsteuer. Zusätzlich können je nach Tätigkeit und Standort auch Beiträge (z. B. für die IHK) oder Gebühren für konkrete staatliche Leistungen (z. B. Genehmigungen) anfallen.

Was müssen Firmen beim öffentlichen Baurecht beachten?

Unternehmen müssen beachten, dass das öffentliche Baurecht regelt, ob, wo und wie gebaut werden darf. Es gliedert sich in das Bauplanungsrecht (z. B. Bebauungspläne) und das Bauordnungsrecht (technische Anforderungen der Landesbauordnungen). Für die meisten Bauvorhaben ist eine Baugenehmigung erforderlich, die bei der zuständigen Baubehörde beantragt wird. Auch die Interessen von Nachbar:innen sind zu berücksichtigen, um rechtliche Konflikte zu vermeiden.

Wie hängt die DSGVO mit dem öffentlichen Recht zusammen?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist für Behörden und öffentliche Stellen eine zentrale Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Sie gilt für nahezu die gesamte öffentliche Verwaltung, wenn diese Daten von Bürger:innen oder Mitarbeitenden verarbeitet. Die DSGVO enthält jedoch Öffnungsklauseln, die es den nationalen Gesetzgebern erlauben, spezifische Regelungen für den öffentlichen Sektor zu erlassen, beispielsweise im Polizei- oder Sozialrecht.

Was ist eine Verfassungsbeschwerde und wann ist sie möglich?

Die Verfassungsbeschwerde ist ein außerordentlicher Rechtsbehelf, mit dem eine Verletzung von Grundrechten durch die öffentliche Gewalt gerügt wird. Sie ist erst nach Erschöpfung aller anderen Rechtsmittel, wie Widerspruch und Klage vor den Fachgerichten, zulässig. Ein Unternehmen kann Verfassungsbeschwerde erheben, wenn es durch eine gerichtliche oder behördliche Entscheidung unmittelbar in seinen grundrechtlich geschützten Freiheiten, wie der Berufsfreiheit oder dem Eigentumsrecht, verletzt wird.

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