„Großer Erfahrungshintergrund der Trainerin. Individuelles Training wurde "spontan" möglich gemacht. Tolle Kundenbetreuung! Danke!"
Praxisbericht aus Schulungsprojekt

Offene Forderungen von Mieter:innen stellen für jedes Immobilienunternehmen eine Herausforderung dar. Sie binden Kapital, schmälern die Liquidität und können die wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen. Ein professionelles Forderungsmanagement ist daher unerlässlich, um Zahlungsausfälle zu minimieren und die Rentabilität zu sichern.
In diesem Seminar erhalten Sie fundierte und anwendungsorientierte Einblicke in das Forderungsmanagement speziell für die Immobilienwirtschaft. Sie lernen, rechtliche Rahmenbedingungen einzuordnen, Mahnprozesse strukturiert zu gestalten und geeignete Maßnahmen – von der außergerichtlichen Lösung bis zur Zwangsvollstreckung – gezielt einzusetzen.
Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen
Schritt für Schritt ans Ziel
Fach- und Führungskräfte aus der Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Mitarbeitende aus den Bereichen Miet- und Vertragsmanagement, Buchhaltung und Recht, die ihre Prozesse im Forderungsmanagement professionalisieren möchten.
Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.
Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.
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Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.
Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.
Wenn Ihnen noch das fundamentale Wissen zu "Forderungsmanagement in der Immobilienwirtschaft – Strategien und Recht" fehlt, ist unser Vorkurs Ihre perfekte Vorbereitung. Frischen Sie die wichtigsten Grundlagen entspannt auf und steigen im Hauptkurs von der ersten Minute an voll durch – ohne Lücken, ohne Druck.
Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.
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Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.
Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.
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Forderungsmanagement in der Immobilienwirtschaft umfasst alle Strategien und Maßnahmen, um ausstehende Zahlungen von Mieter:innen, insbesondere Mieten und Nebenkosten, zu sichern und einzutreiben. Ziel ist es, Zahlungsausfälle zu minimieren, die Liquidität des Unternehmens zu gewährleisten und die Rentabilität von Immobilien zu sichern. Dies reicht von der Bonitätsprüfung über das Mahnwesen bis hin zu gerichtlichen Schritten wie einer Räumungsklage.
Bleibt eine Mietzahlung aus, ist der erste Schritt die Kontaktaufnahme mit dem:der Mieter:in, um die Ursache zu klären, da es sich um ein Versehen handeln könnte. Bleibt die Zahlung weiterhin aus, folgt eine schriftliche Zahlungserinnerung oder Mahnung, in der eine klare Frist gesetzt wird. Dieses Vorgehen ist wichtig, um den Verzug zu dokumentieren und eine Basis für eventuelle weitere rechtliche Schritte zu schaffen.
Das außergerichtliche Mahnverfahren bei Mietrückstand beginnt mit einer schriftlichen Zahlungserinnerung, gefolgt von bis zu zwei weiteren Mahnungen mit steigender Dringlichkeit. In den Schreiben werden der offene Betrag, eine neue Zahlungsfrist und die möglichen Konsequenzen wie die Einleitung rechtlicher Schritte oder eine Kündigung klar benannt. Ziel ist es, eine Einigung ohne Gericht zu erzielen und die Forderung schnell zu realisieren.
Der Mahnbescheid ist die erste Stufe im gerichtlichen Mahnverfahren und fordert den:die Schuldner:in offiziell zur Zahlung auf. Legt die Gegenseite innerhalb von zwei Wochen keinen Widerspruch ein, kann der:die Gläubiger:in den Vollstreckungsbescheid beantragen. Dieser ist ein vollstreckbarer Titel, der wie ein Gerichtsurteil wirkt und die Zwangsvollstreckung, zum Beispiel durch eine:n Gerichtsvollzieher:in, ermöglicht.
Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn der Mietrückstand die Höhe von zwei Monatsmieten erreicht. Dies gilt auch, wenn sich der Rückstand über einen längeren Zeitraum aus Teilbeträgen zusammensetzt. Eine ordentliche Kündigung mit gesetzlicher Frist kann bereits bei geringeren, aber schuldhaft verursachten Rückständen in Betracht kommen, wenn eine erhebliche Pflichtverletzung vorliegt. Die Kündigung muss immer schriftlich und begründet erfolgen.
Eine Räumungsklage beginnt mit der Einreichung einer Klageschrift beim zuständigen Amtsgericht, nachdem dem:der Mieter:in wirksam gekündigt wurde. Nach Zahlung des Gerichtskostenvorschusses stellt das Gericht die Klage zu. Reagiert der:die Mieter:in nicht, kann ein Versäumnisurteil ergehen; andernfalls kommt es zu einer Gerichtsverhandlung. Endet das Verfahren erfolgreich, erhält der:die Vermieter:in einen Räumungstitel, mit dem die Zwangsräumung beauftragt werden kann.
Meldet ein:e Mieter:in Privatinsolvenz an, müssen Vermieter:innen ihre Forderungen beim:bei der Insolvenzverwalter:in anmelden. Mietschulden, die vor der Insolvenzeröffnung entstanden sind, werden zu Insolvenzforderungen und oft nur anteilig beglichen. Mieten, die nach Eröffnung des Verfahrens fällig werden, sind bevorrechtigt zu zahlen. Eine Kündigung wegen vor der Insolvenz entstandener Schulden ist ausgeschlossen; neue Rückstände können aber eine Kündigung rechtfertigen.
Ansprüche auf Mietzahlungen und Nachforderungen aus Nebenkostenabrechnungen verjähren in der Regel nach drei Jahren. Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der:die Vermieter:in davon Kenntnis erlangt hat. Ein Anspruch auf eine Mietzahlung für Juli 2025 verjährt also mit Ablauf des 31. Dezember 2028. Durch einen Mahnbescheid oder eine Klage kann die Verjährung gehemmt werden.
Die Kosten eines gerichtlichen Mahnverfahrens setzen sich aus Gerichtsgebühren und eventuellen Anwaltskosten zusammen. Die Gerichtsgebühren sind gesetzlich festgelegt und richten sich nach der Höhe der Forderung (Streitwert), wobei eine Mindestgebühr anfällt. Diese Kosten muss der:die Antragsteller:in zunächst vorstrecken. Bei erfolgreichem Verfahren muss der:die Schuldner:in die Kosten erstatten.
Die Bonität lässt sich rechtssicher durch eine Mieterselbstauskunft, Einkommensnachweise und eine Bonitätsauskunft (z. B. SCHUFA) prüfen. Wichtig ist der Grundsatz der Datensparsamkeit: Detaillierte Unterlagen dürfen Sie erst vom finalen Kandidaten anfordern, dem Sie ein Vertragsangebot machen wollen. Unzulässig sind Fragen zu sensiblen Themen wie Familienplanung, Religion oder Gesundheitszustand.
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