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Praxisbericht aus Schulungsprojekt

Ein Information Security Management System (ISMS) ist ein strukturierter und risikobasierter Ansatz zum Schutz sensibler Unternehmensinformationen. Es definiert Regeln, Prozesse und Verantwortlichkeiten, um die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen. Häufig orientiert sich ein ISMS an Standards wie ISO 27001 und unterstützt Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen, etwa im Rahmen von NIS2, systematisch umzusetzen und Sicherheitsrisiken zu steuern.
In unserem Seminar vermitteln wir die Grundlagen der Informationssicherheit und zeigen, wie ein ISMS schrittweise aufgebaut werden kann. Gemeinsam identifizieren wir wichtige Informationswerte und Geschäftsprozesse, betrachten typische Risiken und entwickeln erste praktikable Maßnahmen zur Verbesserung der Informationssicherheit. Sie erhalten einen Überblick über zentrale Verantwortlichkeiten und konkrete Ansatzpunkte für die ersten Schritte beim Aufbau eines ISMS.
Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen
Schritt für Schritt ans Ziel
Informationssicherheitsbeauftragte (ISB), IT-Leiter:innen, Datenschutzbeauftragte, Qualitäts- und Risikomanager:innen sowie Geschäftsführende, die ein ISMS systematisch aufbauen oder optimieren möchten.
Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.
Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.
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Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.
Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.
Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.
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Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.
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Ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) ist ein strukturierter Ansatz, der Regeln und Prozesse festlegt, um die Informationssicherheit in einer Organisation systematisch zu steuern und zu verbessern. Es dient dazu, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen zu gewährleisten, Risiken zu minimieren und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Ein bekanntes Rahmenwerk für ein ISMS ist die internationale Norm ISO/IEC 27001.
Die Informationssicherheit hat einen umfassenderen Ansatz und schützt Informationen unabhängig von ihrer Form, also auch in Papierform oder das Wissen von Mitarbeitenden. Die IT-Sicherheit konzentriert sich hingegen speziell auf den Schutz der technischen IT-Infrastruktur wie Netzwerke, Server und Anwendungen. Somit ist die IT-Sicherheit ein wesentlicher und fundamentaler Teilbereich der Informationssicherheit, aber nicht deckungsgleich mit ihr.
Die drei Hauptziele der Informationssicherheit werden durch die CIA-Triade beschrieben: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Vertraulichkeit stellt sicher, dass nur autorisierte Personen auf Informationen zugreifen können. Integrität bedeutet, dass Daten vollständig und unverändert sind, während Verfügbarkeit gewährleistet, dass Informationen und Systeme bei Bedarf zugänglich und nutzbar sind.
Die ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für Informationssicherheitsmanagementsysteme (ISMS). Sie legt die Anforderungen für die Einführung, den Betrieb, die Überwachung und die kontinuierliche Verbesserung eines ISMS fest. Eine Zertifizierung nach ISO 27001 dient Unternehmen als anerkannter Nachweis, dass sie ihre Informationssicherheitsrisiken systematisch managen und ein hohes Schutzniveau etabliert haben.
Die oberste Verantwortung für die Informationssicherheit liegt bei der Geschäftsführung, die eine grundlegende Organisationspflicht zur Etablierung eines angemessenen Schutzniveaus hat. In der Praxis wird oft ein:e Informationssicherheitsbeauftragte:r (ISB) benannt, der:die das Management unterstützt und die Sicherheitsmaßnahmen koordiniert. Letztlich tragen jedoch alle Mitarbeitenden durch ihr Verhalten zur Sicherheit bei.
Die NIS2-Richtlinie der EU verpflichtet betroffene Unternehmen aus wichtigen und kritischen Sektoren, umfassende Risikomanagementmaßnahmen umzusetzen, um ihre Netz- und Informationssysteme abzusichern. Dazu gehören die Einführung technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen, die Absicherung der Lieferkette und die Pflicht, erhebliche Sicherheitsvorfälle an die zuständigen Behörden zu melden. Die Geschäftsführung wird dabei explizit in die Verantwortung genommen.
Eine Risikoanalyse ist ein systematischer Prozess zur Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Risiken für die Informationssicherheit. Zuerst werden schützenswerte Werte (Assets) und potenzielle Bedrohungen sowie Schwachstellen identifiziert. Anschließend werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das mögliche Schadensausmaß bewertet, um auf dieser Basis geeignete Schutzmaßnahmen zur Risikominimierung abzuleiten und zu priorisieren.
Schützenswerte Werte, auch Assets genannt, umfassen alles, was für ein Unternehmen von Wert ist. Man unterscheidet zwischen primären Werten wie Geschäftsprozessen und Informationen (z. B. Kundendaten, Patente, Verträge) und unterstützenden Werten. Zu den unterstützenden Werten zählen Hardware (Server, Laptops), Software (Anwendungen, Betriebssysteme), Netzwerkinfrastruktur, Personal und sogar Standorte.
Ein:e Informationssicherheitsbeauftragte:r (ISB) ist die zentrale Person, die für den Aufbau, Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) verantwortlich ist. Er:sie berät die Geschäftsleitung, koordiniert Sicherheitsmaßnahmen, führt Risikoanalysen durch und fördert das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden. Der ISB stellt sicher, dass die Sicherheitsstrategie den Unternehmenszielen und regulatorischen Anforderungen entspricht.
Die DSGVO fordert in Artikel 32 geeignete technische und organisatorische Maßnahmen (TOM), um personenbezogene Daten zu schützen, und benennt dabei explizit die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Ein ISMS nach ISO 27001 bietet den methodischen Rahmen, um diese Anforderungen systematisch umzusetzen. Obwohl ein ISMS alle Informationen schützt und nicht nur personenbezogene, hilft es maßgeblich, die Rechenschaftspflicht der DSGVO zu erfüllen.
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