Drei lächelnde Kollegen verschiedener Ethnien stehen hinter einem Tisch mit Diagrammen, einem Torso-Modell und einer Kettlebell.

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Das Erstgespräch sicher und professionell führen

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Advanced
€ 1.260,00
2 Tage | 9:00 – 16:00 Uhr
Ortsunabhängig
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2 Tage | 9:00 – 16:00 Uhr
Deutschlandweit
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Überblick & Relevanz

Das Erstgespräch im Betrieblichen Eingliederungsmanagement ist ein entscheidender Schritt für den gesamten weiteren Verlauf des BEM-Prozesses. Es legt die Grundlage für Vertrauen, Offenheit und die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Führungskraft, HR und betroffener Person. Gleichzeitig erfordert es ein hohes Maß an rechtlicher Sicherheit, Struktur und kommunikativem Feingefühl.

In unserem Seminar lernen Sie, das BEM-Erstgespräch professionell vorzubereiten und sicher durchzuführen. Sie entwickeln die Fähigkeit, auch in sensiblen Gesprächssituationen Vertrauen aufzubauen, den BEM-Prozess transparent zu erläutern und gemeinsam mit den Mitarbeitenden tragfähige Lösungen zur Wiedereingliederung zu erarbeiten.

Nutzen

Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen

  • Rechtliche Sicherheit
    Sie führen BEM-Gespräche im Einklang mit aktuellen gesetzlichen Vorgaben und der DSGVO.
  • Strukturierte Vorbereitung
    Sie wissen genau, welche Informationen und Schritte vor dem Gespräch notwendig sind.
  • Souveräne Gesprächsführung
    Sie meistern auch schwierige Gesprächssituationen empathisch und zielorientiert.
  • Nachhaltige Lösungen
    Sie erarbeiten tragfähige Maßnahmen für die Wiedereingliederung.

Seminarinhalt

Schritt für Schritt ans Ziel

  • Grundlagen und rechtlicher Rahmen des BEM
    • Gesetzliche Verpflichtung nach § 167 Abs. 2 SGB IX
    • Ziele des BEM: Arbeitsunfähigkeit überwinden, Arbeitsplatz erhalten
    • Rollen und Verantwortlichkeiten im BEM-Team (Arbeitgeber, Betriebsrat/Personalrat, SBV)
    • Datenschutz und Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten (DSGVO-konform)
  • Rollenklärung und die eigene Haltung
    • Aufgaben im BEM-Team (AG, BR/PR, SBV)
    • Die Haltung im Erstgespräch: Empathie und Wertschätzung als Basis
  • Vorbereitung des Erstgesprächs
    • Organisatorisch: Einladungsprozess, Zeitmanagement und die Wahl des vertraulichen Rahmens
    • Strategisch: Analyse relevanter Daten und Vorbereitung auf verschiedene Gesprächsszenarien
  • Struktur und Durchführung des Gesprächs
    • Gesprächseröffnung: Begrüßung, Setting und Zieltransparenz (Phasen des Gesprächs)
    • Persönlichkeitstypen im Gespräch: Modelle zur Einschätzung von Persönlichkeitstypen nutzen, um individuell auf das Gegenüber einzugehen
  • Gesprächstechniken: Ihr Methoden-Kern
    • Perspektivwechsel
    • Aktives Zuhören: Signalisieren von Präsenz und Verständnis
    • Reframing: Situationen umdeuten, um neue Perspektiven zu eröffnen
    • Gewaltfreie Kommunikation (GFK): Bedürfnisse formulieren und Vorwürfe vermeiden
    • Lösungsorientierte Fragetechniken: Den Fokus von der Ursache zur Lösung lenken
  • Umgang mit schwierigen Situationen
    • Emotionen, Widerstände und Ängste professionell auffangen.
    • Gemeinsame Analyse der betrieblichen Situation (Arbeitsbedingungen, Führung)
  • Maßnahmenplanung & Vereinbarung
    • Entwicklung von Lösungsoptionen (Stufenweise Wiedereingliederung, Anpassungen)
    • Erstellung einer rechtssicheren BEM-Vereinbarung und Dokumentation
Prämierte Qualität
Erstklassige Bewertungen und mehrfache Auszeichnungen
Individueller Fokus
Maximal 8 Teilnehmende für Ihren persönlichen Lernerfolg
30 Jahre Erfahrung
Bewährte Expertise seit 1993, mit Trends und Tools von heute.

Zielgruppe

Führungskräfte, Personalverantwortliche, BEM-Beauftragte sowie Mitglieder des Betriebs- oder Personalrats, die BEM-Erstgespräche rechtssicher und konstruktiv führen möchten.

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Inklusivleistungen
  • Durchführungsgarantie
  • Kostenlose Stornierung
  • Open Badges & Zertifikat
  • Getränke & Mittagessen
  • Schulungsunterlagen

Das schätzen unsere Kund:innen

Sie sind in bester Gesellschaft, wenn Sie sich für entscheiden.

Inklusivleistungen – Ihr Rundum-Sorglos-Paket

Open Badges & Zertifikat

Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.

Laptop auf einem Tisch mit leerem Bildschirm. ★ ZERTIFIKAT ★
Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Das Erstgespräch sicher und professionell führen

Durchführungsgarantie

Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.

Kostenlose Stornierung

Stornieren oder verschieben Sie Ihren Termin bis zu 30 Tage vor Beginn jederzeit kostenfrei online.

Professionelle Skripte & Schulungsunterlagen

Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.

Kalt- & Heißgetränke sowie Mittagessen bei Präsenzseminaren

Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.

Noch nicht ganz fit in den Grundlagen?

Wenn Ihnen noch das fundamentale Wissen zu "Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Das Erstgespräch sicher und professionell führen" fehlt, ist unser Vorkurs Ihre perfekte Vorbereitung. Frischen Sie die wichtigsten Grundlagen entspannt auf und steigen im Hauptkurs von der ersten Minute an voll durch – ohne Lücken, ohne Druck.

Vorkurs
Basic
Gesundheitsmanagement
Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) – Mitarbeitende erfolgreich zurück in den Arbeitsprozess begleiten
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist ein zentraler Bestandteil eines modernen und verantwortungsvollen Personal- und Gesundheitsmanagements. Es dient dazu, langzeit…
63 Termine

Individuelle Inhouse-Schulung

Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.

  • Exklusiv für Ihr Team, alle Mitarbeitenden auf demselben Wissensstand
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Über ifmera academy

Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.

Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.

Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.

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Was uns antreibt? Wertschätzung, Qualität und Spaß am Lernen, daran messen wir jedes Seminar, jede:n Trainer:in und jedes Feedback.

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FAQ / Häufige Fragen zum Thema

Was ist ein BEM-Erstgespräch und was ist das Ziel?

Das BEM-Erstgespräch ist ein freiwilliges, vertrauliches Gespräch, das Arbeitgeber:innen anbieten müssen, wenn Beschäftigte länger als sechs Wochen im Jahr krank waren. Hauptziel ist es, gemeinsam zu klären, wie die Arbeitsunfähigkeit überwunden, erneuter Krankheit vorgebeugt und der Arbeitsplatz langfristig erhalten werden kann. Es ist ein offener Suchprozess, um individuelle Lösungen und Unterstützungsmaßnahmen zu finden.

Ist die Teilnahme am BEM für Beschäftigte freiwillig oder Pflicht?

Die Teilnahme am Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) ist für Beschäftigte absolut freiwillig. Sie können das Angebot ohne Angabe von Gründen ablehnen, und es dürfen ihnen daraus keine direkten Nachteile entstehen. Arbeitgeber:innen sind lediglich verpflichtet, das BEM anzubieten, während die angeschriebene Person die Hoheit über das Verfahren behält und es jederzeit beenden kann.

Wer nimmt am BEM-Erstgespräch teil?

Am BEM-Erstgespräch nehmen grundsätzlich die betroffene beschäftigte Person und ein:e Vertreter:in des Arbeitgebers teil. Die beschäftigte Person entscheidet, ob weitere Akteure wie der Betriebs- oder Personalrat, die Schwerbehindertenvertretung, der Betriebsarzt oder eine persönliche Vertrauensperson hinzugezogen werden. Ohne die ausdrückliche Zustimmung der beschäftigten Person dürfen keine weiteren Personen teilnehmen, um die Vertraulichkeit zu wahren.

Wie läuft ein BEM-Erstgespräch typischerweise ab?

Ein typisches Erstgespräch beginnt mit der Begrüßung und der Erklärung der Ziele, der Freiwilligkeit und des Datenschutzes. Anschließend wird in einem vertrauensvollen Rahmen die Ausgangssituation analysiert, um mögliche Zusammenhänge zwischen Arbeit und Gesundheit zu verstehen. Ziel ist es, gemeinsam erste Ideen für Maßnahmen zu entwickeln und das weitere Vorgehen abzustimmen, was in einer Vereinbarung festgehalten werden kann.

Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für das BEM-Verfahren?

Die zentrale rechtliche Grundlage für das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) ist § 167 Absatz 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX). Dieses Gesetz verpflichtet alle Arbeitgeber:innen, Beschäftigten nach mehr als sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit innerhalb eines Jahres ein BEM anzubieten. Weitere relevante Regelungen betreffen den Datenschutz, insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), da sensible Gesundheitsdaten verarbeitet werden.

Welche Fragen werden im BEM-Erstgespräch gestellt?

Typische Fragen zielen darauf ab, die Arbeitssituation zu verstehen und Lösungsansätze zu finden, ohne nach Diagnosen zu forschen. Beispiele sind: „Was würde Ihnen helfen, Ihre Arbeit wieder aufzunehmen?“, „Gibt es Belastungen am Arbeitsplatz, die wir reduzieren können?“ oder „Was erhoffen Sie sich vom BEM-Prozess?“. Es geht darum, gemeinsam zu ergründen, welche betrieblichen Maßnahmen die Arbeitsfähigkeit unterstützen können.

Wie wird der Datenschutz im BEM-Gespräch sichergestellt?

Der Datenschutz wird durch strikte Zweckbindung und Vertraulichkeit gewährleistet; die Daten dürfen nur für das BEM verwendet werden. Alle Beteiligten unterliegen der Schweigepflicht, und Gesundheitsdaten werden nur mit ausdrücklicher, freiwilliger Einwilligung der beschäftigten Person verarbeitet. Die BEM-Akte muss zudem getrennt von der Personalakte aufbewahrt werden, um den Zugriff auf den berechtigten Personenkreis zu beschränken.

Was passiert, wenn ich das BEM-Angebot ablehne?

Eine Ablehnung des BEM-Angebots führt zu keinen direkten arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie einer Abmahnung oder Kündigung. Allerdings kann es sich in einem späteren Kündigungsschutzprozess nachteilig auswirken, da der Arbeitgeber seiner Pflicht nachgekommen ist, nach milderen Mitteln zu suchen. Der Arbeitgeber dokumentiert die Ablehnung, um nachzuweisen, dass er das Verfahren ordnungsgemäß angeboten hat.

Wie bereite ich mich als beschäftigte Person auf das Erstgespräch vor?

Zur Vorbereitung sollten Sie sich über Ihre Rechte und die Ziele des BEM informieren. Überlegen Sie, welche Aspekte Ihrer Arbeitssituation Sie ansprechen möchten und welche Vorschläge Sie zur Verbesserung haben. Sie haben zudem das Recht, eine Vertrauensperson Ihrer Wahl zum Gespräch mitzunehmen, beispielsweise ein Mitglied des Betriebsrats oder eine andere Person, die Sie unterstützt.

Was ist das Ergebnis eines erfolgreichen BEM-Erstgesprächs?

Ein erfolgreiches Erstgespräch schafft eine Vertrauensbasis und führt zu einer gemeinsamen Vereinbarung über das weitere Vorgehen. Das Ergebnis kann die Planung konkreter Maßnahmen sein, wie eine stufenweise Wiedereingliederung, Anpassungen am Arbeitsplatz oder die Einleitung weiterer Hilfen. Es kann aber auch ergeben, dass aktuell keine Maßnahmen notwendig sind und das Verfahren damit vorerst abgeschlossen wird.

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