„Großer Erfahrungshintergrund der Trainerin. Individuelles Training wurde "spontan" möglich gemacht. Tolle Kundenbetreuung! Danke!"
Praxisbericht aus Schulungsprojekt

Der Lagebericht wird oft als Pflichtaufgabe gesehen, ist jedoch zugleich die Visitenkarte eines Unternehmens. Er bietet die Möglichkeit, über die Zahlen des Jahresabschlusses hinaus Einblicke in Geschäftsentwicklung, Risiken und zukünftige Perspektiven zu geben. Mit steigenden Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD und ESRS) gewinnt ein aussagekräftiger Lagebericht zusätzlich an Bedeutung für die Kommunikation mit Stakeholder:innen.
In unserem Seminar vermitteln wir, wie Sie die gesetzlichen Anforderungen sicher erfüllen und den Lagebericht strukturiert aufbauen. Sie lernen, die zentralen Bestandteile von der Analyse der Ertragslage bis zur Prognose und Risikoberichterstattung prüfungssicher zu erstellen und den Lagebericht als überzeugendes Kommunikationsinstrument zu nutzen.
Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen
Schritt für Schritt ans Ziel
Fach- und Führungskräfte aus Rechnungswesen, Controlling und Finanzen sowie Mitglieder der Geschäftsführung, die für die Erstellung oder Prüfung des Lageberichts verantwortlich sind.
Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.
Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.
Stornieren oder verschieben Sie Ihren Termin bis zu 30 Tage vor Beginn jederzeit kostenfrei online.
Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.
Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.
Wenn Ihnen noch das fundamentale Wissen zu "Lagebericht nach HGB – Sicher und aussagekräftig erstellen" fehlt, ist unser Vorkurs Ihre perfekte Vorbereitung. Frischen Sie die wichtigsten Grundlagen entspannt auf und steigen im Hauptkurs von der ersten Minute an voll durch – ohne Lücken, ohne Druck.
Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.
Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.
Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.
Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.
Unser Portfolio reicht von offenen Seminaren, individuellen Firmenseminaren, Business-Coaching bis hin zu Fernlehrgängen. Wir richten uns an Personalverantwortliche, Entscheider:innen sowie alle, die sich gezielt weiterentwickeln möchten, mit Anspruch auf geprüfte Qualität und didaktische Exzellenz.
Hinter jedem Seminar stehen Menschen: Unser Netzwerk aus über 1.000 erfahrenen Trainer:innen und Coach:innen bringt nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch echte Praxiserfahrung mit. Mit Leidenschaft und didaktischem Know-how sorgen sie dafür, dass aus Wissen echtes Können wird, und dass jede:r Teilnehmer:in genau die Impulse mitnimmt, die im Berufsalltag den Unterschied machen.
Was uns antreibt? Wertschätzung, Qualität und Spaß am Lernen, daran messen wir jedes Seminar, jede:n Trainer:in und jedes Feedback.
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Der Lagebericht ist ein gesetzlich vorgeschriebenes, eigenständiges Instrument der Rechnungslegung, das den Jahresabschluss ergänzt. Er soll ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Geschäftsverlaufs, des Ergebnisses und der Gesamtlage des Unternehmens vermitteln. Anders als der zahlenorientierte Jahresabschluss analysiert und kommentiert der Lagebericht diese Aspekte und gibt zudem einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung, einschließlich der damit verbundenen Chancen und Risiken.
Zur Erstellung eines Lageberichts sind laut Handelsgesetzbuch (HGB) grundsätzlich mittelgroße und große Kapitalgesellschaften verpflichtet. Das Gleiche gilt für haftungsbeschränkte Personengesellschaften wie die GmbH & Co. KG dieser Größenklassen sowie für Genossenschaften. Kleine Kapitalgesellschaften sind von dieser Pflicht befreit, es sei denn, sie sind kapitalmarktorientiert. Die genaue Einordnung als mittelgroß oder groß richtet sich nach den Schwellenwerten für Bilanzsumme, Umsatzerlöse und Mitarbeiterzahl in § 267 HGB.
Der Lagebericht muss laut § 289 HGB eine ausgewogene und umfassende Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens enthalten. Zu den zentralen Pflichtbestandteilen gehören:
Für bestimmte Unternehmen kommen weitere Angaben wie die Erklärung zur Unternehmensführung oder übernahmerechtliche Informationen hinzu.
Der wesentliche Unterschied liegt in Funktion und Inhalt: Der Anhang ist ein Bestandteil des Jahresabschlusses und erläutert die in Bilanz und GuV ausgewiesenen Posten und angewandten Methoden. Der Lagebericht hingegen ist ein eigenständiges Berichtsinstrument, das den Jahresabschluss ergänzt. Er analysiert die wirtschaftliche Gesamtlage auf Basis der Zahlen und gibt eine zukunftsgerichtete Einschätzung des Geschäftsverlaufs, der Chancen und Risiken.
Dieser Berichtsteil, oft als PCR abgekürzt, ist das zukunftsgerichtete Kernstück des Lageberichts. Er umfasst die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens (Prognose), eine Beschreibung möglicher positiver Entwicklungen (Chancen) sowie eine Analyse potenzieller negativer Ereignisse (Risiken). Gesetzlich gefordert sind zudem Angaben zu den Risikomanagementzielen und -methoden des Unternehmens, insbesondere in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten.
Eine Prognose für den Lagebericht basiert auf den Ist-Daten des abgelaufenen Geschäftsjahres und begründeten Annahmen für die Zukunft. Sie sollte konkrete, unternehmensspezifische Aussagen zur erwarteten Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen wie Umsatz und Ertrag enthalten. Allgemeine Formulierungen sind nicht ausreichend. Die Prognose kann als Punktprognose, Intervallprognose (z. B. „Umsatz zwischen 90 und 110 Mio. €“) oder qualifiziert-komparative Aussage („leicht steigender Umsatz“) formuliert werden.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (KPIs) messen den Erfolg abseits direkter Finanzkennzahlen und werden für große Kapitalgesellschaften im Lagebericht gefordert. Beispiele sind Kennzahlen zur Kundenzufriedenheit (CSAT), zur Mitarbeiter:innen-Bindung (Fluktuationsrate, Employee Engagement Score) oder zur operativen Effizienz (On-Time Delivery Rate, Produktionsauslastung). Auch umweltbezogene Indikatoren wie CO2-Emissionen oder der Anteil recycelter Materialien gewinnen, insbesondere durch CSRD, an Bedeutung.
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erweitert die Berichtspflichten im Lagebericht erheblich. Betroffene Unternehmen müssen detaillierte und geprüfte Nachhaltigkeitsinformationen nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) offenlegen. Diese Informationen werden ein integraler Bestandteil des Lageberichts und müssen digital in einem einheitlichen Format (ESEF) ausgezeichnet werden. Die Berichtspflicht erstreckt sich auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG).
Die Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (VFE-Lage) ist ein zentraler Teil des Wirtschaftsberichts. Dabei wird die wirtschaftliche Situation des Unternehmens anhand von Kennzahlen und verbalen Erläuterungen dargestellt. Die Vermögenslage betrachtet die Struktur der Aktivseite der Bilanz (z. B. Anlagenintensität), die Finanzlage die Kapitalstruktur und Liquidität (z. B. Eigenkapitalquote) und die Ertragslage die Entwicklung von Umsätzen, Kosten und Ergebnissen.
Zu den häufigsten Fehlern zählen fehlende oder unvollständige Pflichtangaben, wie zum Beispiel im Risiko- oder Prognosebericht. Oft sind Prognosen und Risikodarstellungen zu vage formuliert, ohne konkrete Bezugspunkte oder nachvollziehbare Annahmen. Weitere Fehlerquellen sind eine unausgewogene, zu positive Darstellung von Chancen und Risiken, Widersprüche zum Jahresabschluss oder die Verwendung von Kennzahlen ohne ausreichende Erläuterung ihrer Berechnungsmethode.
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