„Großer Erfahrungshintergrund der Trainerin. Individuelles Training wurde "spontan" möglich gemacht. Tolle Kundenbetreuung! Danke!"
Praxisbericht aus Schulungsprojekt

Konflikte im Unternehmen sind unvermeidlich, aber wie damit umgegangen wird, macht den Unterschied. Besonders im Zusammenspiel zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat ist eine souveräne Konfliktlösung entscheidend, um zwischen den Interessen von Belegschaft und Management zu vermitteln und ein konstruktives Miteinander zu fördern. Eine professionelle Mediation kann hierbei der Schlüssel sein, um verhärtete Fronten aufzubrechen und nachhaltige Win-win-Lösungen zu erarbeiten, bevor ein Konflikt eskaliert.
In unserem Seminar lernen Sie die Kunst der mediationsbasierten Gesprächsführung gezielt für diesen besonderen Rahmen kennen. Wir vermitteln Ihnen praxisorientierte Methoden und das nötige Fingerspitzengefühl, um auch in emotional aufgeladenen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, Konflikte zu analysieren und als allparteiliche:r Vermittler:in zu agieren. So stärken Sie nicht nur Ihre persönliche Kompetenz, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag für eine faire, lösungsorientierte und positive Unternehmenskultur.
Was Sie aus diesem Seminar mitnehmen
Schritt für Schritt ans Ziel
Betriebsratsmitglieder, Führungskräfte, Personalverantwortliche sowie Arbeitgebervertreter:innen, die eine konstruktive und lösungsorientierte Konfliktkultur im Unternehmen etablieren möchten.
Digitale Zertifikate zum Teilen mit Ihren Kolleg:innen und Unternehmen. Lassen Sie Ihr soziales Umfeld wissen, wie erfolgreich Sie sind. Eine klassische Teilnahmebescheinigung als pdf erhalten Sie bei uns auch.
Keine Angst – auch wenn Sie der:die einzig Interessierte für einen Termin sind, findet die Weiterbildung trotzdem statt. So haben Sie den:die Trainer:in exklusiv für sich und genießen ein zeitlich optimiertes Privattraining.
Stornieren oder verschieben Sie Ihren Termin bis zu 30 Tage vor Beginn jederzeit kostenfrei online.
Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Skript als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.
Ob Kaffee, Wasser oder Säfte – bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst. Für Ihr Business Lunch erhalten Sie pro Seminartag einen 20 € Pluxee-Gutschein, einlösbar in teilnehmenden Restaurants.
Dieses Seminar gibt es auch als maßgeschneiderte Inhouse-Schulung, exklusiv für Ihr Team.
Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.
Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.
Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.
Unser Portfolio reicht von offenen Seminaren, individuellen Firmenseminaren, Business-Coaching bis hin zu Fernlehrgängen. Wir richten uns an Personalverantwortliche, Entscheider:innen sowie alle, die sich gezielt weiterentwickeln möchten, mit Anspruch auf geprüfte Qualität und didaktische Exzellenz.
Hinter jedem Seminar stehen Menschen: Unser Netzwerk aus über 1.000 erfahrenen Trainer:innen und Coach:innen bringt nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch echte Praxiserfahrung mit. Mit Leidenschaft und didaktischem Know-how sorgen sie dafür, dass aus Wissen echtes Können wird, und dass jede:r Teilnehmer:in genau die Impulse mitnimmt, die im Berufsalltag den Unterschied machen.
Was uns antreibt? Wertschätzung, Qualität und Spaß am Lernen, daran messen wir jedes Seminar, jede:n Trainer:in und jedes Feedback.
Mehr über ifmera academy erfahren
Betriebliche Mediation ist ein freiwilliges und vertrauliches Verfahren, in dem eine neutrale dritte Person – der:die Mediator:in – die Konfliktparteien im Unternehmen bei der Lösungsfindung unterstützt. Ziel ist es, eine von allen Seiten getragene, zukunftsfähige Vereinbarung zu erarbeiten, anstatt eine Entscheidung durch Dritte fällen zu lassen. Der Fokus liegt auf den Interessen der Beteiligten, nicht auf der Klärung von Schuldfragen.
Eine Mediation zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat läuft in strukturierten Phasen ab und wird von einer allparteilichen Person geleitet. Nach der Klärung der Rahmenbedingungen schildern beide Seiten ihre Sichtweisen. Anschließend werden die tieferliegenden Interessen herausgearbeitet, Lösungsoptionen gesammelt und bewertet. Am Ende steht idealerweise eine Abschlussvereinbarung, die das Ergebnis sichert und die zukünftige Zusammenarbeit verbessert.
Der Hauptunterschied liegt in der Entscheidungsbefugnis: In der Mediation erarbeiten die Konfliktparteien selbst eine Lösung, der:die Mediator:in entscheidet nicht. Die Einigungsstelle hingegen ist ein im Betriebsverfassungsgesetz (§ 76 BetrVG) vorgesehenes Gremium, das am Ende eine für beide Seiten verbindliche Entscheidung trifft (Spruch), wenn sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht einigen können. Mediation ist freiwillig, die Einigungsstelle kann oft von einer Seite erzwungen werden.
Typische Konfliktfelder sind Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung von Betriebsvereinbarungen, geplante personelle Maßnahmen wie Versetzungen oder die Einführung neuer Technologien. Weitere Beispiele sind:
Mediation kann hier helfen, eine Eskalation zu vermeiden.
Der Betriebsrat ist in der Mediation meist selbst Konfliktpartei und vertritt die kollektiven Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber. Gleichzeitig kann der Betriebsrat als Initiator von Mediation agieren, um eine konstruktive Streitkultur zu fördern. Geschulte Betriebsratsmitglieder können zudem selbst als Mediator:innen bei Konflikten zwischen Mitarbeitenden oder in Teams vermitteln und so zur innerbetrieblichen Konfliktlösung beitragen.
Eine Mediation ist besonders dann sinnvoll, wenn die Konfliktparteien auch zukünftig konstruktiv zusammenarbeiten müssen und eine gute Arbeitsbeziehung wichtig ist. Sie eignet sich für verfahrene Situationen, in denen die Kommunikation festgefahren ist, aber beide Seiten an einer nachhaltigen, gemeinsamen Lösung interessiert sind. Mediation kann auch präventiv eingesetzt werden, um eine Eskalation und hohe Folgekosten durch Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
Ein klassisches Mediationsverfahren gliedert sich typischerweise in fünf bis sechs Phasen, die einen strukturierten Ablauf sicherstellen. Die Phasen sind: 1. Vorbereitung und Auftragsklärung, 2. Themensammlung, 3. Interessen und Bedürfnisse klären, 4. Lösungsoptionen sammeln und bewerten, 5. Abschlussvereinbarung formulieren. Manchmal schließt sich eine Phase zur Umsetzungskontrolle (Nachhaltung) an.
Neutralität und Allparteilichkeit bedeuten, dass die vermittelnde Person keine Seite bevorzugt, keine eigenen inhaltlichen Entscheidungen trifft und für alle Parteien gleichermaßen da ist. Dies wird durch eine professionelle Haltung und spezifische Kommunikationstechniken erreicht. Dazu gehören aktives Zuhören, das wertfreie Zusammenfassen von Aussagen (Spiegeln) und die Sicherstellung einer ausgewogenen Gesprächsführung, bei der alle Beteiligten zu Wort kommen.
Das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) nennt die Mediation nicht explizit, verpflichtet Arbeitgeber und Betriebsrat aber in § 2 Abs. 1 zur vertrauensvollen Zusammenarbeit. Der Grundsatz der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten (§ 74 Abs. 1 BetrVG) bildet eine wichtige Basis. Eine Mediation wird oft als freiwillige Alternative vor der Anrufung der formellen Einigungsstelle (§ 76 BetrVG) genutzt, um eine selbstbestimmte Lösung zu finden.
Mediation fördert eine positive Konfliktkultur, indem sie Konflikte als Chance für Entwicklung sichtbar macht und bearbeitet. Die Parteien lernen, interessenorientiert statt machtbasiert zu verhandeln und die Perspektive der Gegenseite zu verstehen. Dies stärkt das Vertrauen, verbessert die Kommunikationsfähigkeit nachhaltig und etabliert einen konstruktiven Umgang mit zukünftigen Meinungsverschiedenheiten, was sich positiv auf das gesamte Unternehmen auswirkt.
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