Systemische:r Coach:in zertifiziert vom Qualitätsring Coaching und Beratung e. V. / Mediator:in nach ZMediatAusbV

4,5 von 5
AZAV - zertifiziert
100 % förderfähig
80 Tage | 8:30 – 15:45 Uhr
Ortsunabhängig
8 Termine
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100 % förderfähig
80 Tage | 8:30 – 15:45 Uhr
Berlin
7 Termine
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Überblick & Relevanz

Coach:innen und Mediator:innen unterstützen mit ihrer Expertise im Konfliktmanagement Menschen bei der Findung von Antworten. Dies erfordert ein grundlegendes Verständnis für Konflikte, ein gutes Einfühlungsvermögen sowie Kenntnisse in verschiedenen Methoden zur Konfliktbewältigung. Sie geben dabei keine Antworten vor, sondern begleiten Coachees und Mediand:innen bei der eigenverantwortlichen Konfliktlösung. Mediator:innen vermitteln bei Konflikten zwischen zwei Parteien und ersparen Kosten für einen gerichtlichen Weg.

Unsere Ausbildung als „Mediator:in“ entspricht inhaltlich der Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV). Mit einem Umfang von 280 Stunden bieten wir mehr Zeit als die gesetzlich vorgegebenen 130 Stunden für Übungen und Rollenspiele, um die Inhalte zu vertiefen. Damit sind Sie für die Praxis bestens vorbereitet.

Nach unserer Ausbildung zum:r Mediator:in haben Sie die Möglichkeit, sich durch eine supervidierte Mediation den Titel „Zertifizierte:r Mediator:in“ anzueignen; dies geschieht in Ihrer Eigenverantwortung.

Seminarinhalt

Schritt für Schritt ans Ziel

Grundlagen des Coachings und der Mediation

  • Ist-Analyse
  • Erwartungen / Lerntechniken
  • Abgrenzung zwischen Coaching und Mediation
  • Gesprächsführung, Kommunikationstechniken
    • Grundlagen der Kommunikation
    • Kommunikationstechniken
    • Techniken zur Entwicklung und Bewertung von Lösungen
    • Visualisierungs- und Moderationstechniken
    • Umgang mit schwierigen Situationen
  • Konfliktkompetenz
    • Konflikttheorie
    • Erkennen von Konfliktdynamiken
    • Interventionstechniken

Grundlagen des systemischen Denkens / Die Transaktionsanalyse

  • Grundelemente der Transaktionsanalyse
  • Praktische Anwendungsmöglichkeiten
  • Wichtige Grundüberzeugungen und Grundeinstellungen
  • Erkennen eigener Stärken und Schwächen
  • Wie kommuniziere ich optimal?
  • Wie kann ich andere besser überzeugen?
  • Wie reagiere ich auf Provokationen?
  • Erkennen von Manipulationsversuchen
  • Der Einfluss einer wertschätzenden inneren Grundhaltung auf den Gesprächsverlauf
  • Gründe für Kommunikationsstörungen erkennen
  • Erkennen von Konfliktmustern
  • Die Modelle der TA: Das Persönlichkeitsmodell, das Kommunikationsmodell, das Rollenmodell
  • Drei Regeln der Transaktionsanalyse
  • Die drei Ich-Zustände: Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kind-Ich

Arbeit mit dem „Inneren Team“

  • Das Modell des „inneren Teams“
  • Innere Pluralität
  • Kooperative Führung
  • Innere Teamkonflikte
  • Der innere Teamaufbau
  • Praktische Umsetzung

Gewaltfreie Kommunikation

  • Grundlagen der GFK in Theorie und Praxis
  • Die vier Schritte: Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten
  • Selbst-/Fremdeinfühlung, Empathie in Konflikten
  • Umgang mit Ärger, Wut und mit starken Emotionen
  • Zustimmung/Ablehnung (Nein sagen, Ja sagen)
  • Vorwürfe in einen hilfreichen Dialog wandeln
  • GFK und das innere Team
  • Das eigene Kommunikations- und Konfliktverhalten reflektieren
  • Die verschiedenen Möglichkeiten, eine Botschaft zu hören und sich selbst auszudrücken
  • Eskalationsdynamiken und Konfliktverläufe
  • Umgang mit Eskalation und offener Gewalt
  • Dankbarkeit und Wertschätzung
  • Dimensionen der Bedürfnisse
  • GFK im Alltag

Supervision

  • Supervision

Coachingkompetenzen

  • Der rote Faden des Coachinggesprächs
  • Systemische Fragetechniken
  • Problem- und lösungsorientierter Ansatz
  • Gestaltung der Gesprächsatmosphäre
  • Empathie
  • Beratungsverständnis: Reflexion der Rolle als Berater bzw. Coach und wer wofür die Verantwortung trägt
  • Feedback: Videoaufzeichnung von Übungsteilen zur Selbstreflexion und für konstruktives kollegiales Feedback
  • Übungen, Rollenspiele
  • Supervision

  • Interne, schriftliche und fachpraktische Prüfung

Einführung und Grundlagen der Mediation

  • Grundlagen der Mediation
    • Überblick über Prinzipien, Verfahrensablauf und Phasen der Mediation
    • Überblick über Kommunikations- und Arbeitstechniken in der Mediation
  • Abgrenzung der Mediation zum streitigen Verfahren und zu anderen alternativen Konfliktbeilegungsverfahren
  • Überblick über die Anwendungsfelder der Mediation

Ablauf und Rahmenbedingungen der Mediation

  • Einzelheiten zu den Phasen der Mediation
    • Mediationsvertrag
    • Stoffsammlung
    • Interessenerforschung 
    • Sammlung und Bewertung von Optionen
    • Abschlussvereinbarung
  • Besonderheiten unterschiedlicher Settings in der Mediation
    • Einzelgespräche
    • Co-/Teammediation, Mehrparteienmediation, Shuttle-Mediation
    • Einbeziehung Dritter
  • Weitere Rahmenbedingungen
    • Vor- und Nachbereitung von Mediationsverfahren
    • Dokumentation / Protokollführung

Verhandlungstechniken und -kompetenz

  • Grundlagen der Verhandlungsanalyse
  • Verhandlungsführung und Verhandlungsmanagement

Recht der Mediation

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Mediatorvertrag, Berufsrecht, Verschwiegenheit, Vergütungsfragen, Haftung und Versicherung
  • Einbettung in das Recht des jeweiligen Grundberufs
  • Grundzüge des Rechtsdienstleistungsgesetzes

Recht in der Mediation

  • Rolle des Rechts in der Mediation
  • Abgrenzung von zulässiger rechtlicher Information und unzulässiger Rechtsberatung in der Mediation durch den Mediator
  • Rolle des Mediators in Abgrenzung zu den Aufgaben des Parteianwalts
  • Sensibilisierung für das Erkennen von rechtlich relevanten Sachverhalten bzw. von Situationen, in denen den Medianden die Inanspruchnahme externer rechtlicher Beratung zu empfehlen ist, um eine informierte Entscheidung zu treffen
  • Mitwirkung externer Berater in der Mediation
  • Rechtliche Besonderheiten der Mitwirkung des Mediators bei der Abschlussvereinbarung
  • Rechtliche Bedeutung und Durchsetzbarkeit der Abschlussvereinbarung unter Berücksichtigung  der  Vollstreckbarkeit

Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis

  • Rollendefinition, Rollenkonflikte
  • Aufgabe und Selbstverständnis des Mediators
  • Allparteilichkeit, Neutralität und professionelle Distanz zu den Medianden und zum Konflikt
  • Macht und Fairness in der Mediation
  • Umgang mit eigenen Gefühlen
  • Selbstreflexion (z. B. Bewusstheit über die eigenen Grenzen aufgrund der beruflichen Prägung  und Sozialisation)
  • supervidierte Mediation (während oder nach der Ausbildung in Eigenverantwortung)

  • Interne, schriftliche und fachpraktische Prüfung

Perspektive, Marketing/Vertrieb, Selbstständigkeit

  • Ausblick Marktsituation
  • Selbstständigkeit
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Bildungsgutschein beantragen – so einfach geht es

1
Von uns kostenlos beraten lassen
Sie haben einen Weiterbildungstermin im Blick? Wählen Sie ihn oben aus und klicken Sie auf den Button – oder buchen Sie hier direkt einen Termin.
In der Beratung klären wir gemeinsam, welches Seminar zu Ihrem Bildungsziel passt und wie die Förderung abläuft.
2
Angebot erhalten
Sie erhalten von uns ein schriftliches Angebot für Ihr Wunschseminar – die Grundlage für Ihren Antrag.
Das Angebot enthält Seminarinhalte, Dauer, Termine und die Kosten – alle Angaben, die Ihre Agentur für Arbeit oder Ihr Jobcenter für die Bewilligung benötigt.
3
Bildungsgutschein erhalten
Reichen Sie unser Angebot bei Ihrer Agentur für Arbeit oder Ihrem Jobcenter ein. Bei Bewilligung stellt man Ihnen den Bildungsgutschein aus.
Auf dem Gutschein stehen Ihr Bildungsziel, die maximale Dauer und die Gültigkeitsregion. Wichtig: Der Gutschein ist befristet – lösen Sie ihn vor Seminarbeginn ein.
4
Gutschein bei uns einlösen
Lösen Sie Ihren Bildungsgutschein bei uns ein und nehmen Sie kostenfrei an der Weiterbildung teil. Fragen zum Ablauf beantwortet unsere Hilfe-Seite zum Bildungsgutschein.
Unsere Seminare sind AZAV-zertifiziert und damit für die Einlösung zugelassen. Die Abwicklung mit dem Kostenträger übernehmen wir für Sie.
5
Kostenfrei teilnehmen
0 € – für Sie entstehen keine Kosten. Ihre Teilnahme ist vollständig gefördert; die Lehrgangskosten trägt die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter.
Der Bildungsgutschein ist eine Ermessensleistung – ein Rechtsanspruch besteht nicht. Gern beraten wir Sie zu Voraussetzungen und Einlösung.

Das schätzen unsere Kunden

Inklusivleistungen – Ihr Rundum-Sorglos-Paket

Open Badges & Zertifikat

Digitale Zertifikate zum teilen mit Ihren Kollegen und Arbeitgeber. Lassen Sie Ihr Sociales Umfeld wissen wie erfolgreich Sie sind. Ein Klassisches Zertifikat als pdf erhalten Sie bei uns auch.

★ ZERTIFIKAT ★
Systemische:r Coach:in zertifiziert vom Qualitätsring Coaching und Beratung e. V. / Mediator:in nach ZMediatAusbV

Wir begleiten Sie

Wir nehmen uns Zeit für Sie – mit individueller Beratung und einem offenen Ohr während Ihrer gesamten Qualifizierung.

Professionelle Script & Schulungsunterlagen

Sie erhalten ein professionell aufbereitetes Script als digitalen Download – kompakt, übersichtlich und ideal zum späteren Nachschlagen und Vertiefen.

Küche zur freien Nutzung

Bei uns stillen Sie nicht nur Ihren Wissensdurst: In unserer Küche bekommen Sie heißes und kochendes Wasser und können sich Ihr Essen jederzeit warmmachen, damit Sie sich in der Pause rundum wohlfühlen.

Schnelles WLAN – Kostenfrei vor Ort

Recherchieren, lernen, dranbleiben – mit kostenfreiem WLAN sind Sie vor Ort jederzeit online.

Zielgruppe

Fachkräfte und Akademiker:innen

Ihre beruflichen Perspektiven

Die Arbeitsmarktrelevanz einer beruflichen Qualifizierung als „Systemische:r Coach:in / Mediator:in“ ist eng an die Bedürfnisse der agilen und digitalen Arbeitswelt geknüpft. Auf dem Arbeitsmarkt ist ein hoher Bedarf an Expertise und Begleitung in Veränderungsprozessen auf Ebene von Menschen, Teams und Organisationen zu verzeichnen. Die wichtigsten Kompetenzen liegen dabei im Bereich der Kommunikation und des Konfliktmanagements.

Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt den Beruf „Coach / Supervisor/in“ als „hoch komplexe Tätigkeit“ mit dem Anforderungsniveau „Experte“ ein.

Das systemische Coaching ist im deutschsprachigen Raum der am meisten verbreitete Ansatz, um Menschen in Konflikten und Veränderungen beratend zu begleiten. Die Mediation vermittelt zusätzliche Konfliktlösungskompetenzen in der außergerichtlichen Streitbeilegung, die das Profil von Coach:innen passend ergänzen. Privatpersonen nutzen Coachings häufig für berufliche und private Anliegen, während in Unternehmen das Coaching ein beliebtes Personalentwicklungsinstrument darstellt.

Coaching in der Weiterbildungsarbeit des IFM Institut für Managementberatung

Das IFM ist aktiv an der Forschung von und dem Austausch mit Expert:innen zum systemischen Coaching und der Mediation interessiert. Ermöglicht wird dies über ein Netzwerk von Trainer:innen, das das IFM über 30 Jahre im Bereich der Schulung von Firmen und der geförderten Weiterbildung aufbauen konnte. Zum Coaching-Angebot des IFM gehören:

Für die Zielgruppe Privatpersonen

  • Geförderte Weiterbildungen als „Systemische:r Coach:in / Mediator:in“ und „Agile Coach:in
  • Gefördertes Jobcoaching

Für die Zielgruppe Fach- und Führungskräfte in Unternehmen

Die Erkenntnisse des IFM aus der Weiterbildung von Coach:innen und dem Coaching verschiedener Zielgruppen sind ein wichtiges Mittel, um die Qualität der Weiterbildungen kontinuierlich zu verbessern. Das IFM arbeitet zusätzlich mit dem Qualitätsring Coaching und Beratung e. V. zusammen, der als Verband an der Weiterentwicklung der Profession von Coach:innen und Berater:innen arbeitet.

Im Bereich der geförderten Weiterbildung ist die berufliche Qualifizierung als „Systemische:r Coach:in / Mediator:in“ seit vielen Jahren die am meisten gebuchte geförderte Weiterbildung des IFM.

Coaching und Mediation im Rahmen aktueller Entwicklungen

Die Arbeitswelt ist dynamisch, schnelllebig und von ständigen Veränderungen geprägt (Digitalisierung, Remote Work, Restrukturierungen usw.). In diesem Umfeld entstehen schneller Missverständnisse, Unsicherheiten und Spannungen. Im Kontext aktueller Megatrends ist Know-how im Coaching und Mediation in der Wirtschaft wertvoll:

  • Wandel in Führung und Zusammenarbeit
    Neue Arbeitsmodelle wie Remote Work und hybride Teams stellen neue Anforderungen an Führung und Zusammenarbeit. Klassische Hierarchien lösen sich auf, es gibt mehr Selbstverantwortung und agile Strukturen. In der agilen Transformation entstehen jedoch auch neue Konfliktpotenziale (Trigon 2020). Coaching unterstützt bei der Neuorientierung, Rollenfindung und Selbstführung, während Mediation bei der Klärung von Team- und Führungskonflikten hilft. 
  • Diversität, Inklusion und Gleichstellung
    Vielfältige Arbeitsumgebungen bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen. Coaching fördert interkulturelle Kompetenzen, während Mediation bei der Lösung von Spannungen aufgrund unterschiedlicher Perspektiven unterstützt.

  • Demografischer Wandel und Generationenvielfalt
    Unterschiedliche Werte und Arbeitsstile zwischen Generationen können zu Spannungen führen. Coaching und Mediation fördern die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen.
  • Psychische Gesundheit und Resilienz
    Zunehmender Stress, Burnout und emotionale Erschöpfung – viele Mitarbeitende erleben Stress. Ungelöste Konflikte können zu psychischen Belastungen führen, die Auswirkungen auf die Gesundheit von Mitarbeitenden haben (Gesundheitsförderung Schweiz 2021). Eine individuelle Begleitung durch Coaching und Mediation kann das Wohlbefinden und die mentale Stärke von Mitarbeitenden fördern.

  • Digitale Transformation und KI
    Die Integration von Künstlicher Intelligenz und digitalen Technologien verändert Arbeitsprozesse und Kommunikationsformen. Coaching hilft bei der Anpassung an neue Technologien, während Mediation bei Konflikten im digitalen Raum unterstützt.

Coach:innen und Mediator:innen besitzen Expertise in der Kommunikation und im Konfliktmanagement. Sie bringen genau die Kompetenzen mit, die heute in der Wirtschaft benötigt werden. Die Beschleunigung von Veränderungsprozessen führt zu einem wachsenden Bedarf an professioneller Begleitung in gelingender Kommunikation und der Lösung von Konflikten, für die Fach- und Führungskräfte in einer Weiterbildung qualifiziert werden können.

Berufliche Chancen durch Know-how im Coaching und der Mediation
  1. Das IAB der Bundesagentur für Arbeit zeigt im Job Futuromat, dass seit 2012 die Zahl der Beschäftigten im Bereich „Coach / Supervisor/in“  um 76 % gestiegen ist – im Vergleich dazu bei allen Berufen um 18,2 %. Die Zahl der offenen Stellen ist um 1547,4 % gestiegen. Das monatliche Bruttoarbeitsentgelt lag Ende 2023 mit 5.945 € um  56,6 % über dem aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (3.796 €). Zusätzlich ist keine der neun Kerntätigkeiten von Coach:innen aktuell automatisierbar, womit eine Karriere in diesem Bereich als zukunftssicher beschrieben werden kann.

  2. Der häufigste berufliche Weg für Coach:innen und Mediator:innen ist die Selbstständigkeit. Laut der Studie RAUEN Coaching-Marktanalyse 2024 (PDF) ist die größte Gruppe von Coach:innen mit mit 55,97 % Solo-Selbstständige/Freiberufler:innen. Eine Karriere als Coach:in bietet sich für alle an, die eine Existenzgründung anstreben.

  3. Das systemische Coaching ist Grundlage für zahlreiche Spezialisierung, z. B. als Business Coach:in, Führungskräftecoach:in, Karrierecoach:in und in prinzipiell allen Berufsbereichen.

  4. Das Berufsbild „Agile Coach:in“ ist eine besondere Coaching-Spezialisierung, zu der heute überwiegend viele Stellenangebote ausgeschrieben sind. Auch für diese fachliche Vertiefung ist eine Weiterbildung als systemischer: Coach:in die Grundlage. Coaching dient außerdem als Ergänzung zu anderen populären agilen Rollen und Konzepten, wie dem Scrum Master oder dem Servant Leadership.

  5. Coaching ist zu einem beliebten Führungsinstrument geworden, wodurch sich besonders Führungskräfte als Coach:innen weiterbilden lassen. Auf dem digitalen Arbeitsmarkt ändert sich das Rollenverständnis von der Führungskraft als entscheidungsrelevante zu einer befähigenden Instanz für Mitarbeitende.

  6. Weitere Schnittpunkte hat eine berufliche Weiterbildung als Coach:in und Mediator:in auch für Fach- und Führungskräfte im HR-Bereich. In diesem kommunikationsintensiven Berufsfeld ist vorhandenes Coaching-Know-how eine passende fachliche Ergänzung.

  7. Coaching-Kompetenzen sind prinzipiell branchenunabhängig und ermöglichen eine inhaltliche und zielgruppenbezogene Ausrichtung der Karriere. So kann eine berufliche Qualifizierung kombiniert mit vorhandenen und zukünftigen beruflichen Kenntnissen zu weiteren Vertiefungen führen, um sich auf die aktuellen Bedarfe im Arbeitsmarkt anzupassen.

Mit einer Zusatzqualifizierung als Coach:in und Mediator:in können Weiterbildungsinteressierte eine wichtige Lücke auf dem aktuellen Arbeitsmarkt füllen. Auch in Zukunft werden diese Bedarfe steigen.

Studien zur Relevanz von Coach:innen und Mediator:innen auf dem Arbeitsmarkt

Seit vielen Jahren wird in den Medien von einem „Coaching-Boom“ berichtet (3sat 2024FAZ 2021). Dabei wird hervorgehoben, wie wichtig die Professionalisierung des Coachings ist. Die Coaching-Branche arbeitet kontinuierlich an der Professionalisierung des Coachings. So erscheinen zunehmend Studien auf diesem Gebiet:

  • Die Metastudie „Zur Wirksamkeit von systemischem Coaching im Arbeits- und Organisationskontext – Eine Metaanalyse“ (2024) hat 24 Studien mit insgesamt 1.405 Teilnehmenden untersucht und ausgewertet, dass systemisches Coaching im Arbeits- und Organisationskontext mittlere bis starke Effekte hat. Diese Wirkungen zeigen sich in emotionalen, kognitiven und behavioralen Verbesserungen bei den Coachees.

  • Die Studie „Career Coaching: A Case Study in Evaluating Impact“ (2024) des Institute for Employment Studies (IES) untersucht die Auswirkungen von Karrierecoaching für Beschäftigte im Gesundheitswesen in England. Laut Studie berichteten Coachees ein klareres Verständnis für ihre Karriereziele unmittelbar nach dem Coaching, aber auch 12 bis 22 Monate danach. Viele Teilnehmende unternahmen Schritte wie das Suchen nach neuen Karrieremöglichkeiten, das Anpassen ihrer aktuellen Arbeitsinhalte oder das Streben nach einer besseren Work-Life-Balance. Coachings stärkten das Vertrauen der Teilnehmenden in ihre berufliche Fähigkeiten. Langfristig sank die Absicht, den Beruf oder Sektor zu wechseln, was auf eine gesteigerte Arbeitszufriedenheit hindeutet.

  • Laut der genannten Coaching-Marktanalyse 2024 (PDF) von Rauen bewerten die befragten Coach:innen den Professionalisierungsgrad der Coaching-Branche durchschnittlich mit 54,93 % auf einer Skala von 0 bis 100 %. Die größte Zielgruppe für Coach:innen bilden Privatpersonen, gefolgt vom mittleren Management in Konzernen. Dass 81 % der befragten Coach:innen sich für eine staatlich anerkannte Berufsbezeichnung aussprechen, zeigt: Der Beruf gewinnt an Reife und Bedeutung.

  • Die Studie Qualities and Long-Term Effects of Mediation (2024) von Kaiser et al. untersuchte die langfristige Wirksamkeit von Mediation in 303 eskalierten Zivilkonflikten. Die positiven Effekte einer Mediation waren für die Befragten z. B. die Zeit- und Kostenersparnis, Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen, eine erhöhte Lebensqualität und Stressreduktion sowie eine gestärkter Konfliktkompetenz der Beteiligten.

  • Laut der Metastudie Future Skills (PDF) (Oktober 2024) von Global Upskill und dem Fraunhofer IAO wird Kommunikation in 48 % der untersuchten Studien als Zukunftskompetenz genannt. Innerhalb der sozialen Kompetenzen wird Kommunikation mit 17 % am zweithäufigsten als wichtigste Kompetenz für Fach- und Führungskräfte genannt.

  • Die Meta-Studie „Workplace coaching“ (2023) von Cannon-Bowers et al. untersucht die Wirksamkeit von Coaching am Arbeitsplatz anhand verschiedener Einflussfaktoren. Laut der Metaanalyse hat Coaching signifikante positive Effekte auf die Arbeitsleistung am Arbeitsplatz und Führungskompetenzen. Die Wirkung ist über verschiedene Coaching-Formate, wie Face-to-face- oder oder Online-Coaching, hinweg zu beobachten. Die Studienergebnisse umfassen affektive (z. B. Motivation), kognitive (z. B. Problemlösung) und fertigkeitsbezogene (z. B. Führungsverhalten) Verbesserungen bei den Coachees.

  • In der Studie „Coaching für Führungskräfte“ (2021) der Quadriga Hochschule Berlin wurden 2.030 Personaler:innen sowie Führungskräfte in Deutschland zum Coaching befragt. Laut der Studie gehört das Coaching zu den beliebtesten Entwicklungsmaßnahmen für obere und mittlere Führungskräfte. 80 Prozent der Klient:innen bewerten Coachings als eher bis sehr wirksam. Ein hohes Wachstumspotenzial sieht die Studie im Bereich des Coachings von Fachkräften.

  • Die Studie „Bedeutung und Organisation des Business Coaching in der Personalentwicklung“ (2020) von MTI beobachtet einen Funktionswandel im Coaching vom etablierten Instrument der Personalentwicklung zur Organisationsentwicklung. Damit würde sich auch ein größerer Markt für praktizierende Coach:innen öffnen.

Berufliche Qualifizierung als Chance

Auf dem Arbeitsmarkt ist ein wachsender Bedarf nach Coaching- und Mediationsverantwortlichen zu beobachten. Der Coaching-Markt entwickelt sich in den letzten Jahren positiv. Mit Blick auf die agile und digitale Transformation der deutschen Unternehmenslandschaft wird die Relevanz einer Begleitung in Veränderungs- und Konfliktsituationen auch in Zukunft wichtig bleiben.

Fach- und Führungskräfte gewinnen mit einer Qualifizierung als systemische:r Coach:in und Mediator:in damit entscheidende Vorteile:

  • Sie können ihre vorhandenen Berufskenntnisse mit Wissen von Expert:innen erweitern, um ihre Einstiegschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

  • Sie erhalten Zugang zu beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

  • Sie sichern sich aufgrund der steigenden Nachfrage nach Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen eine Schlüsselposition im Arbeitsmarkt der Zukunft.

Über ifmera academy

Seit 1993 Ihr Partner für berufliche Weiterbildung.

Die ifmera academy wurde 1993 gegründet und zählt heute zu den führenden Weiterbildungsanbietern im DACH-Raum. Über 30 Jahre praktische Erfahrung in Qualifizierung, Coaching und Consulting fließen in jedes unserer Angebote ein, von der Konzeption bis zur Durchführung.

Mit über 600 Seminar-Themen quer durch alle Branchen und Fachgebiete decken wir das gesamte Spektrum moderner Personalentwicklung ab. An 13 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Live-Online sind wir überall dort, wo Sie uns brauchen.

Unser Portfolio reicht von offenen Seminaren, individuellen Firmen­seminaren, Business-Coaching bis hin zu Fernlehrgängen. Wir richten uns an Personalverantwortliche, Entscheider:innen sowie alle, die sich gezielt weiterentwickeln möchten, mit Anspruch auf geprüfte Qualität und didaktische Exzellenz.

Hinter jedem Seminar stehen Menschen: Unser Netzwerk aus über 1.000 erfahrenen Trainer:innen und Coach:innen bringt nicht nur fachliche Tiefe, sondern auch echte Praxiserfahrung mit. Mit Leidenschaft und didaktischem Know-how sorgen sie dafür, dass aus Wissen echtes Können wird, und dass jede:r Teilnehmer:in genau die Impulse mitnimmt, die im Berufsalltag den Unterschied machen.

Was uns antreibt? Wertschätzung, Qualität und Spaß am Lernen, daran messen wir jedes Seminar, jede:n Trainer:in und jedes Feedback.

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